Epagneul Picard

Allgemeines

Wie der Epagneul Francais so fand auch der Epagneul Picard Gefallen im französischen Königshaus. Der Picard und sein schwarz grauer Bruder der Bleu de Picardie waren und sind aber Hunde ihrer nordfranzösischen Heimat, der Picardie.

Die Picardie umfaßt die Departements Aisne, Oise und Somme. Diese Landschaften sind vielfältig gegliedert in Feld, Wasser, Wald und Sumpf. Für die Jagd in diesen mehr unseren Deutschen ähnlichen Revieren benötigte man einen Hund, der robust, arbeitsfreudig und in stundenlangen Suchen die Rübenfelder absucht, bombig vorsteht, in den vielen Wasserläufen der Region Wasserwild findet und überaus führerbezogen ist.

Warum man hier gleich zwei Rassen herausgezüchtet hat, ist in den Annalen der Geschichte verborgen. Epagneul Picard und Bleu Picard ähneln dem Deutsch Langhaar und dem Großen Münsterländer. Beide waren früher vor gut 90 Jahren auch eine Rasse. Wie gesagt, die Geschichte liegt etwas im Dunklen.

Der Picard ist ein Kind seiner Heimat geblieben, noch heute liegt der Schwerpunkt der Zucht in der Picardie und hier vor allem im Departement Somme. Weizen- und Zuckerrüberfelder soweit das Auge reicht, die Brachen oft durchsetzt von Wasserläufen und Sumpf und nicht zu vergessen, das Mündungsgebiet der Somme in die Nordsee, ein Paradies für Entenjäger.

Der Epagneul Picard ist von der Figur her der kräftigste unter den französischen Langhaarrassen - ein „Arbeitspferd" salopp gesagt. 1908 wurden die Rasse bei der SCC als eigenständige Rasse angemeldet und von der FCI registriert.

Die letzten 60 Jahre brachten dem Epagneul Picard den Durchbruch. Bei uns in der Bundesrepublik schaffte diese Rasse aufgrund ihres großen Jagdverstandes, ihrer enormen Ruhe und der Jagdpassion innerhalb von wenigen Jahren den Durchbruch.

Seine Zuverlässigkeit auf Schweiß bei Nachsuchen, seine enorme Wasserpassion, die wirklich ruhige kurze Suche unter der Flinte und seine sprichwörtliche Führigkeit und die sehr feine Nase haben ihn sehr schnell zum gefragten Allrounder gemacht.

Verbreitung:

Frankreich, Belgien, Schweiz, Kanada, Deutschland und Österreich

Größe:

Rüde und Hündin 55 cm bis 61 cm Toleranz von 2 cm noch unten und nach oben

Farbe:

Grundfarbe dunkelbraun mit grauen Platten am ganzen Körper, lohfarbene Abzeichen an den Läufen, vor allem am Fang und über den Augen. Auch grauschimmel ist erlaubt. Zu viel weiß wird nicht gerne gesehen.

Rute:

Die Rute wird nicht kupiert. Eine schöne "Fahne" ist erwünscht.

 

Züchter in Deutschland

Zwinger "OF GRANDLY LODGE"

Isabel van Empel-Sijmons, Siedlung 11, 49744 Geeste-Dalum
Telefon: 05937-709202
e-mail: isabel.vanempel@ewetel.net

Zwinger "VOM FICHTENVENN"

Epagneul Picard vom Fichtenvenn

Anke Lüttmann, Zum Fichtenvenn 5, 48432 Rheine
Telefon: 05971-980651
e-mail: anke.luettmann@winkler-bau.com

Zwinger "VOM WIETESCH"

Epagneul Picard vom Wietesch

Martin Bönke, Droste-Hülshoff-Str. 72, 48664 Rheine
Telefon: 05971-2772
e-mail: martin.boenke@osnanet.de
Homepage: www.picard-epagneul.de

Zwinger "VON DER APPELBECKE"

Doree von der Appelbecke

Rosemarie Kuhn, Marsbruchstr. 60, 44287 Dortmund
Telefon: 0231-456360
e-mail: kusimon_11288@freenet.de
Homepage: www.klm-von-der-appelbecke.de

Deckrüdenliste

  • Amand von der Appelbecke
    H. Einhaus, Geeste, Tel. 05937-8177
  • Arik von der Appelbecke
    Christa Schäper, 48147 Münster
  • Baldur von der Appelbecke
    Baldur von der Appelbecke
    Gerhard Karwik, 44263 Dortmund, Tel. 0231-432757
  • Baron Quentin vom Wietesch
    Baron Quentin vom Wietesch
    (VDH/VBBFL 037-2016, braun-grau, Dys.-A, v/v)
    Heike Brunner, 55218 Ingelheim, Tel. 06132-3937, htbrunner@t-online.de
  • Beau von der Appelbecke
    Beau von der Appelbecke
    Sven Söhn, 58285 Gevelsberg
  • Blaise von der Appelbecke (Dys. C/C, sg/sg)
    Karina Granitza, 59494 Soest
  • Cassian von der Appelbecke (Dys. B/B, v/v, braun-grau)
    H. König, 72250 Freundenstadt
  • Justus
    Justus
    Lorena Gleiß, 63607 Wächtersbach