Braque Saint Germain

Allgemeines

Hund der Könige, König der Hunde

Die Ursprünge des Braque Saint-Germain gehen zurück bis ins 19. Jahrhundert, nach Meinung mancher Autoren sogar bis ins 18. Jahrhundert, aber alle erkennen die königliche Herkunft dieses Kurzhaars, das ein echtes Halbblut ist, und das einzige offiziell anerkannte.

Braque St. GermainWie Charles Diguest in seinem Buch des Jägers schrieb, stammen die Braque mit Beinamen von Saint-Germain oder von Compiegne von der Rasse von Hunden ab, die ihre Blütezeit unter Ludwig XV erlebten und die mit dem englischen Pointer gekreuzt wurden. Sie wurden Charles XV durch seinen großen Verehrer Monsieur de Girardin präsentiert.

Der König probierte sie aus, fand sie wunderbar und wollte keine anderen mehr. Von diesem Moment an wurden die Saint-Germain Mode, und alle Edelleute wünschten diesen wunderbaren Hund zu besitzen. Die Bilder der Epoche, die von Oudry und Desportes gemalt wurden, und die man im Louvre sehen kann, scheinen die Geschichte zu bestätigen mit „Blanche“, dieser Hündin der königlichen Zwinger, die in ihrem Stil zu jagen, ihrer Farbe und ihrem Körperbau dem Saint-Germain ähnelt. Seinerseits sieht Monsieur de la Rue die Geburt der Rasse (oder wenigstens ihre Wiedergeburt) unter Charles X.

Braque St. GermainAls guter Jäger hatte dieser seinen ersten Bewunderer damit beauftragt, ein Paar englischer Pointer zu erwerben: Miss und Stop, die sich schnell auszeichneten „durch eine große Feinheit der Nase, eine große Eleganz in der Form und eine unbestreitbare Unterscheidungsgabe“, sagte Monsieur de la Rue, der mit diesen Hunden gejagt hatte.

Im Falle des Königs wurden die Hunde dem Baron de Larminat anvertraut, dem Aufseher über die Wälder von Compiègne. Stop starb bald danach, aber Miss wurde mehrere Male gedeckt. Aus ihrer Vereinigung mit „Zamor“, einem sehr schönen Braque Francais, der weiß und braun war und dem Grafen de l’Aigle gehörte, wurden Welpen mit einem weißen und orangen Fell geboren, deren Besonderheit war, fast immer eine rosa Schleimhaut zu haben, während Miss, mit weißem und orangem Fell, schwarze Schleimhäute und einen schwarzen Gaumen hatte.

Der Marquis de Cherville, der die Nachkommen von Miss hat jagen sehen, spricht von Hunden mit ausreichend großer Höhe, von großer Eleganz, mit feiner Nase, mit brillanter Suche, viel umfangreicher als die der früheren Braque. Sie apportierten alle früh mit sechs Monaten.

Da die Welpen im Zwinger von Compiègne geboren wurden, bekamen sie zuerst den Namen Braques von Compiègne, dann, gegen 1830, als die Anlagen nach Saint Germain gebracht wurden, bekam die Rasse endgültig den Namen "Braque Saint Germain".

Wie dem auch sei, entwickelte sich die Rasse im 19. Jahrhundert, und der Braques Saint Germain wurde auf der ersten Hundeausstellung in Paris 1863 vorgestellt. Am Ende des 19. Jahrhunderts sind die Saint Germains auf allen großen internationalen Ausstellungen vertreten. In Paris, aber auch in Ostende 1883, in Anvers und Amsterdam 1884. Diese Hunde wurden in das L.O.H.S.H. (Buch der belgischen Ursprünge St. Hubertus) eingetragen, das zum Ziel hatte, zu beweisen dass die Saint Germains in den Benelux–Ländern etwa ein Jahrhundert existierten. Ihre Eleganz ist bemerkenswert, und viele sehen in diesem hübschen Braque den französischen Pointer.

Das sagte auch Monsieur Delagrange, der Züchter des Braques Saint-Germain war, und den Club gegründet hat. Er sagt in seinem Werk „Der Braques Saint- Germain“ (erschienen 1914): „der Braques Saint-Germain von guter Art, darüber hinaus mit seiner Eleganz in der Erscheinung und seiner feinen Nase, die oft der des Pointers, seines Vorfahrens, gleich ist, vereint die meisten Qualitäten unseres alten Braques Francais in sich, von dem er gleichermaßen abstammt. Er ist schlechthin der passende Gefährte des Jägers, der nur einen Hund allein hat, der nur einmal oder zweimal in der Woche jagt, und der seinem Gefährten nicht die harte und tadellose Dressur geben oder aufrechterhalten kann, die für die Hunde der englischen Rasse unentbehrlich ist.“

In derselben Epoche wurden viele Hunde geboren und brachten Welpen von Qualität, die man im Stammbaum unseres zur Zeit schönsten Saint-Germain finden kann: Byrrh II von l’Etoile, Vater des weiblichen Champinions Jilt des Yverlines, die unbesiegt in den Ausstellungen war, und die Monsieur de Coninck als den perfekten Hund qualifizierte. Darüber hinaus errang sie 1909 den Preis der Vereinigung der Vorstehhunde und warf Jo d’Orléans, der im Alter von zwei Jahren schon acht erste Preise und Ehrenpreise für sich buchen konnte, sowie einen ersten mit CAC bei field-trials von Chevilly im Jahre 1913.

Nach dem zweiten Weltkrieg verbreitete sich die Rasse weiter mit einigen Züchtern und ihren Würfen (de Yziue, de Dangueul, d’Hénnicourt, des Tanières,...) und später haben die des Vagues Horizons, de la Vallée d’Andaine, de la Vallée du Ridor, du Bois d’Heilly, de Franck Espoir die aktuelle Nachkommenschaft gewölft.

Größe:

Rüde 50 cm bis 62 cm, Hündin 50 cm bis 59 cm

Farbe:

weiß mit orangen Platten

Rute:

die Rute bleibt unkupiert!

 

Züchter in Deutschland

Zwinger "B PASSIONATE"

Weika du Verger des Pommes

Annette Kastner und Winfried Kaufer, Wiesentalstr. 11, 63785 Obernburg
E-Mail: Annette_Kastner@web.de
Homepage: braquesaintgermain.jimdo.com

Zwinger "DU VERGER DES POMMES"

du Verger des Pommes

Wolfgang Bittermann, Blumenstraße 8, 95326 Kulmbach
Telefon: 09221-75883 (abends!)
Tel. mobil: 0160-7131609
Homepage: www.braque-saint-germain.de

Zwinger "ENTENWILLI"

Willi Hemel, Langer Schemm 290, 33397 Rietberg