Braque Francais

Allgemeines


Der Braque Francais gilt als Stammvater aller heutiger kurzhaariger Vorstehhunde. Aus den schweren langsamen Vorstehhunden der Gascogne und Oysel ( Landstriche im Südwesten Frankreichs) hat man ab ca. 1830 zwei Schläge herausgezüchtet. Dank seiner Größe und seiner Jagdpassion wird der Braque Francais in allen Landstrichen Frankreichs geschätzt.


Aus der Entstehungsgeschichte

 

Der Braque Francais zählt sicherlich zu den ältesten kurzhaarigen Vörstehhundrassen in Frankreich. Die Herkunft geht zurück bis in das Mittelalter. Traditionsgemäß finden wir den Braque Francais vorwiegend in der südlicheren Hälfte Frankreichs. Nach dem Deutschen Kurzhaar und dem Weimaraner steht der Braque Francais an 3 Stelle in der Beliebtheitsskala der kurzhaarigen Vorstehhunde Frankreichs.

Er hat einen sehr guten Charakter, einen ausgezeichneten Fährten-, und Spursinn, bombiges Vorstehen, eine ausgesprochene Bringfreude und eine sehr gute Jagdpassion. Er wird für die Jagd vor und nach dem Schuß verwendet. Er ist leichtführig, sehr lernbegierig, führerbezogen und anpassungsfähig. Er ist ausdauernd und sehr widerstandsfest gegenüber Witterungseinflüssen.

Alles was der Hund verlangt, ist ein wenig Verständnis. So verträgt er keine zu harte Abrichtung. Im Gelände ist er ein vortrefflicher Helfer, im Wald, Feld, im Dickicht und gleichfalls im Gebirge. Seine Apportierfreude ist angeboren.

Im Mittelalter gab es nur zwei Varietäten des Vorstehhundes und zwar der Hund für die Jagd mit dem Falken und der Hund für die Netzjagd.
1883 beschrieb der Autor Espee de Selicourt erstmals sehr genau den Braque Francais. 1850 begann sich die französische Kynologie zu organisieren und gab dem sehr gefragten Hund den Namen, der er noch heute trägt: BRAQUE FRANCAIS. Um 1880 übernahm Mr. Senc-Lagrange den Zuchtaufbau des Braque Francais, dessen Standard noch heute bei diesen Hunden zu sehen ist.

Man kreierte zwei Schläge und zwar den kleinen Schlag, nach seiner Herkunftsregion auch "Braque francais type Pyrenees" genannt und den großen Schlag auch "Braque francais type Gascogne"genannt.
Seit etwa 1970 ist die Homogenität beider Rassenstandarde abgeschlossen, so daß man heute jederzeit eine Klassifizierung treffen kann.

Der Pyrenees ist eine überaus flotter Vertreter seiner Zunft, während der Gascogne eine gewaltige Bierruhe ausstrahlt.
Es scheint fast so, als würde die Wiege des Braque Francais in der weiten Ebene, die sich von der Garonne bis zu den Pyrenäen erstreckt, stehen. Das ist jedenfalls die offizielle anerkannte Hypothese.
Mit der Entwicklung der bodenständigen Rassen und vielleicht auch weil jede Region ihre Rasse haben wollte, wurde der Braque Francais aus vielen Regionen Frankreichs verdrängt. Er fand seine Heimat in der Gascogne und wurde hier mit einem Quentchen Regionalstolz weiter gezüchtet. Leider wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten dieser exzellente Hund von den vielen französischen Jägern vergessen. Erst seit etwa 1970 erfährt diese Rasse mit ihren beiden Größen eine starke Wiedergeburt.

Der französische Club du Braque Francais wurde 1919 gegründet und wird seit 15 Jahren von Mad. Genevieve Ceriana aus Marseille geführt. Mehr als 1300 Mitglieder sind in diesem Verein vertreten. Zahlreiche Hunde finden wir in der Schweiz, in Belgien, in Spanien und Italien, leider gibt es hier keine betreuenden Vereine, die Führer sind mit einem Delegierten mit dem Mutterverein in Frankreich verbunden. Einen Verein gab es im ehemaligen Jugoslawien, der aber infolge des Krieges ebenfalls unterging. In Kanada gibt es seit 1992 zahlreiche Braque Francais Führer.

Verbreitung:

Frankreich, Deutschland, USA

Größe:

Hündin: 48 bis 55 cm, Rüde51 bis 57 cm Toleranzgrenze 1 cm nach unten und oben zulässig.
kleiner Typ Pyrenees: Rüde 47 cm bis 58 cm, Hündin 47 cm bis 56 cm
großer Typ Gascogne Rüde 58 cm bis 69 cm, Hündin 56 cm bis 68 cm

Farbe:

weiß mit braunen Platten
weiß mit brauner Schimmelung ohne und mit Platten
einfarbig braun

Züchter in Deutschland

Zwinger: "von der Grille"
Jörg Geißler, Grille 1, D-39291 Grabow
Telefon: 03921/ 997159

Zwinger: "vom Ampertal"
Heinz Bubetz, Nikolaus Otto Straße 4, D-82140 Olching
Telefon: 08142 /12801

Zwinger: "Hubertus .....vom Söhrenberg"
Rosemarie Wolff, Grundackerweg 9, D-73614 Schorndorf
Telefon: 07181 /71142 Telefax: 07181 /236337

Zwinger: "vom Dachsberg"
Georg Duschl, Gimmenhausen 18, D-86934 Ludenhausen
Telefon: 08194/1201

Zwinger: " vom Brook"
Reinhard Vaske, An der Bahn, Essen/Oldbg. Brokstreek
Tel. 05434/1413